Warum Getreide krank macht?!

Die Mär vom gesunden Getreide hält sich hartnäckig...

Über die suchterzeugenden Eigenschaften des Glutens in Getreideprodukten habe ich bereits im Artikel Süchtig nach Brot berichtet. Die wirkliche Katastrophe kommt schleichend und meist unerkannt daher...

 

Chronisch entzündliche Prozesse sind der Nährboden für nahezu alle "modernen" Zivilisationskrankheiten, eingeschlossen die unzähligen Arten von (chronischen) Schmerzzuständen. Was aber sind die Ursachen für diese Entzündungen im Körper?

 

Grob vereinfacht gesagt, ruft der Verzehr von Getreide Immunreaktionen hervor, die die Produktion entzündungsfördernder Substanzen erhöhen.

 

Entzündungsreaktionen sind nicht per se schlecht, sie sind eine natürliche Reaktion des Körpers auf Einflüsse, die Reparaturarbeiten in den Geweben notwendig machen und den Heilungsprozess einleiten. Bei überschießenden Entzündungsreaktionen - zum Beispiel durch dauerhafte Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel - verkehrt sich dieser an sich positive Mechanismus jedoch ins Negative: Es kommt zu allergischen Reaktionen, Autoimmunprozessen (körpereigenes Gewebe wird zerstört), zu Schmerzzuständen, Hautproblemen, Blutdruckanstieg und vielem mehr. Dauerhaft erhöhte Entzündungsreaktionen können Schäden in allen Bereichen des Körpers hervorrufen.

 

Es gibt bislang keine verlässlichen Labortests für alle verschiedenen Arten von Glutenproteinen, die diese Entzündungen "anfeuern", weshalb sich viele Menschen zum Beispiel ohne den Nachweis einer Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) oder zumindest einer Glutensensitivität in vermeintlicher Sicherheit wiegen. Die Folgen sind katastrophal, da die meisten Symptome nun gar nicht mit den Auslösern in Verbindung gebracht werden. Werden jedoch die Auslöser gemieden, stellen sich bemerkenswert oft erstaunliche Heilerfolge ein.

 

Mit Milchprodukten verhält es sich ähnlich, was im Rahmen einer Ernährungsumstellung immer mit einbezogen werden sollte. Auch Nachtschattengewächse (Tomate, Paprika, Aubergine, Chili, Kartoffel,...) können eine entzündungsfördernde Wirkung haben.

 

Zum Getreide zählen zum Beispiel Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis sowie Quinoa (ein so genanntes Pseudogetreide), und auch alle daraus hergestellten Produkte enthalten Glutenproteine, die sich hinsichtlich der Entzündungsthematik mit all ihren Folgen problematisch darstellen (können).

 

Am Ende macht immer die Dosis das Gift, es lohnt sich also ein kritischer Blick auf den täglich verzehrten Getreideanteil. Menschen, die bereits unter den angegebenen Symptomen leiden, profitieren von einer getreidefreien Ernährung sehr.

 

ssw 31.05.2016