Milch-Märchen

Das LEBENSMITTEL des Kalbs wurde zu einem denaturierten Massen-NAHRUNGSMITTEL für den Menschen. Der tägliche Verzehr von Milch und Milchprodukten ist für die meisten Verbraucher selbstverständlich.
 
Früher einmal lag der Grund dafür wohl in der Annahme, dass Kuhmilch - die Muttermilch einer anderen Spezies - gesund für den Menschen sei. Der hohe Nährstoff- und vor allem Kalziumgehalt gab Anlass zu dieser Annahme. Der Grund für den täglichen, zum Teil massenhaften Konsum scheint sich inzwischen verlagert zu haben: Das in der Milch enthaltene Kasein besitzt nachweislich suchterzeugende Eigenschaften, da die bei der Verdauung entstehenden Eiweißverbindungen eine morphinähnliche Wirkung im Gehirn auslösen können.
 
Kuhmilch und auch andere Tiermilch ist von ihrer Molekularstruktur und Zusammensetzung ohnehin nicht optimal für den menschlichen Organismus, die Pasteurisierung erschwert die Verwertbarkeit zusätzlich. Welchen Wert hat ein Nahrungsmittel für uns, wenn wir die Inhaltsstoffe gar nicht als Baustoffe oder Energielieferanten nutzen können?
 
Insgesamt scheinen die gesundheitlichen Nachteile bei Kuhmilchverzehr gegenüber den vermeintlichen Vorteilen klar zu überwiegen (die Dosis macht das Gift!). Auch der hormonelle Aspekt sollte hierbei Berücksichtigung finden: Nachdem die Kuh das erste Mal gekalbt hat, wird der Milchfluss durch tägliches Melken jahrelang künstlich aufrechterhalten, ganz so, als würden die Kühe diese Muttermilch ganz selbstverständlich für uns Menschen produzieren. Der Hormongehalt steigt dabei kontinuierlich an, was im menschlichen Organismus - neben den durch Milchprodukteverzehr erzeugten Darmproblemen - zu weitreichenden Störungen im Stoffwechselgeschehen und damit natürlich auch in der Gemütsverfassung führen kann.
 
Es dürfte in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein, neben den vielfach diskutierten ethischen Aspekten zum Thema Milch auch die gesundheitlichen Auswirkungen in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Innerlich und öffentlich.
ssw 25.11.2016