Die Ernährungsbücher umschreiben

 

 

Würde die Wissenschaft sich endlich mal auf die Socken machen, den sicheren Beweis anzutreten, dass neben den Pflanzen auch der Mensch sehr wohl in der Lage ist, freien Stickstoff aus der Atemluft zur körpereigenen Eiweißsynthese zu verwerten, könnten wir endlich anfangen, die Ernährungsbücher umzuschreiben. Kein Vegetarier oder Veganer müsste sich je wieder Gedanken über seine Proteinaufnahme machen.

 

Die Indizien sind schier erdrückend: Menschen, die bei rein pflanzlicher Ernährung so wenig Eiweiße zu sich nehmen, dass die DGE sie bereits für tot zu erklären hätte, erfreuen sich allerbester Gesundheit. Damit noch nicht genug: Sie scheiden sogar noch eine beachtliche Menge Eiweiße von erstaunlich hoher biologischer Qualität über den Stuhl aus! Wie ist das zu erklären?

 

Pflanzen bekommen Hilfe von den im Erdreich lebenden Bakterien, die den freien Stickstoff aus der Luft für den Proteinaufbau "umfunktionieren". Beim Menschen sind es die Baterien im Darm, die diese Aufgabe vollbringen - so weit die Behauptung, die dringend wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse braucht. 

 

Erwiesen ist, dass das arterielle Blut bedeutend mehr Stickstoff enthält, als das venöse Blut. Wo bleibt der Rest? Embryonen, die unter Entzug von Stickstoff aufgezogen werden, entwickeln Missbildungen, Pflanzen gehen auf der Stelle ein. Und jetzt mal ehrlich: Wo hören wir - außer in Fällen von Mangelernährung - von nachgewiesenem Proteinmangel? Wie decken Menschen, die wochenlang fasten, ihren Eiweißbedarf? Die rein von Muttermilch ernährten Babys verdoppeln ihr Gewicht im ersten halben Jahr trotz extrem geringer Eiweißzufuhr, wie ist das möglich?

 

Liebe Wissenschaftler, wir brauchen euer Know-How! Schimmeln die Erkenntnisse zur Stickstoffverwertung aus der Atemluft in euren Schubladen, oder forscht ihr tatsächlich nicht zu diesem Thema? Ich denke, die Zeit ist reif für einen Paradigmenwechsel!

 

ssw 06.08.2017

 

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