Kräuter & Gewürze

Hier entsteht eine Übersicht über vitalstoffreiche Küchenkräuter und -gewürze, die vielen Gerichten einfach roh hinzugefügt werden können.

Basilikum - Das Kraut der Könige

 

Basilikum (basileus bedeutet König) kommt mit majestätischer Kraft daher. Es stärkt die Leber und die Sehkraft, ist in der Lage, multiresistente Keime zu töten und gilt als natürliches Heilmittel sogar bei gefährlichen Hautkrebsarten. Seine blutverdünnenden Eigenschaften (als wässriger Auszug in höheren Dosen) sind nachweislich effektiver als Aspirin und die entzündungshemmende Wirkung ist beachtlich. Auch gilt Basilikum als ausgesprochen guter Verdauungshelfer uns soll auch Nervosität lindern sowie den Blutzucker senken. 

 

Es sollte am besten immer frisch verzehrt werden, da  wichtige Wirkstoffe (ätherische Öle) beim Trocknen verlorengehen. Seine vielseitige Verwendbarkeit und auch Kombinierbarkeit macht es zu einem Küchenkraut mit großem alltäglichem Nutzen.

 

In der Schwangerschaft sollte Basilikum nur in kleinen Mengen verzehrt werden, bei überfälliger Monatsblutung hingegen kann der Verzehr etwas größerer Mengen sehr förderlich sein.

 

 

Schwarzkümmelsamen

 

tragen den arabischen Namen Samen des Segens. Sie haben einen pikant pfeffrigen, leicht bitteren Geschmack und eignen sich - klassisch - zum Würzen von Brot und Gebäck, aber auch von sehr vielen Gemüsegerichten, Hülsenfrüchten, Guacamole (s. Bild) oder Hummus.

 

Echter Schwarzkümmel wird in der Naturheilkunde traditionell bei Atemwegsbeschwerden angewandt; er wirkt im Körper als natürliches Antihistaminikum und wird aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung bei Asthma und Allergien erfolgreich eingesetzt.

 

Schwarzkümmel zeichnet sich durch eine spezielle Kombination von Inhaltsstoffen aus, die ihn zu einem unglaublich vielseitigen und dabei hochwirksamen Heilmittel machen. Er genießt den Status, eine der heilkräftigsten Pflanzen auf unserem Planeten zu sein. Aus den mehr als 100 Inhaltsstoffen wird immer wieder das Thymoquinon als besonders wirksam hervorgehoben, ein starkes Antioxidans, welches unter anderem die Leber schützt und Pankreaskrebszellen hochwirksam bekämpft. Auch bei Rheuma, Diabetes und Bluthochdruck wird er erfolgreich angewandt, zudem steigert er die Libido. 

 

Beim Kauf dieser segensreichen Samen empfiehlt es sich, auf den botanischen Namen Nigella sativa und biologischen Anbau zu achten.

Papayakerne


Getrocknete Papayakerne sind ein ausgezeichnetes Mittel zur Darmreinigung und Leberregeneration. Sie beugen Parasitenbefall vor und eignen sich deshalb gut für die Reiseapotheke. Auch ihre krebshemmenden Eigenschaften machen sie zu einem natürlichen Heilmittel.


Die Heilwirkung der Papayakerne wird hauptsächlich dem besonderen Enzym Papain und den sehr gesundheitsfördernden Senfölen zugeschrieben.


Die Kerne können in Krepppapier auf der Heizung oder in der Sonne getrocknet werden. Man kann sie zermahlen und über Salate oder andere Gerichte streuen, oder aber sie einfach vor einer Mahlzeit zerkauen. Sie schmecken leicht pfeffrig bzw. kresseartig scharf.

Petersilie

 

Petersilie besticht - wie andere Grünkräuter auch - natürlich durch das enthaltene Chlorophyll. Zudem zählt sie zu den besten "antioxidativ wirkenden" Kräutern; das enthaltene Myristicin wird zum Beispiel erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt.

 

Petersilie liefert unter anderem bemerkenswerte Mengen an Eisen, Magnesium, Kalzium und weiteren wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Vitamin C, A und B6. In krauser Petersilie finden wir weniger Wirkstoffe und sie hat auch weniger Aroma als das glatte Kraut.

 

Da Petersilie das Aroma anderer Gewürze und Kräuter nicht überdeckt, sondern eher herausstellt, ist sie außerdem äußerst vielseitig verwendbar. Die antioxidative Kraft ist bei frischer Petersilie am stärksten.

Fenchel

 

Fenchel gilt als Universalheilmittel bei Verdauungsbeschwerden und war eine der beliebtesten Heilpflanzen der Hildegard von Bingen. Die gesamte Pflanze ist genießbar, alle Pflanzenteile haben einen leichten Anis-Geschmack.

 

Fenchel verhindert Fäulnisprozesse im Darm und eignet sich hervorragend als Rohkostbeilage zu schweren und natürlich auch zu leichten Speisen.  Das Kauen von Fenchelsamen regt die Bildung von Verdauungssäften an. 

 

Da Fenchel das pflanzliche Hormon Östrogen enthält, sollte er maßvoll konsumiert werden.

(Anmerkung: In der Schwangerschaft sollte sehr auf die Verzehrmenge geachtet werden, und bei Kleinkindern eignet sich Fenchel nicht für eine langfristige Anwendung.)

 

Insgesamt zählt Fenchel zu den natürlichsten und besten Verdauungshelfern. Das "Grünzeug" des Fenchels kann - ähnlich wie Dill - vielen Gerichten einfach hinzugefügt werden.

Schnittlauch

 

Schnittlauch ist - man glaubt es kaum - ein wahres "Superfood", welches sehr einfach und schmackhaft viele Speisen aufwertet. Er ist milder als die Zwiebel und für einige Menschen verträglicher als diese. 

 

In 100 g Schnittlauch steckt in etwa so viel Vitamin C wie in 1 Kg Äpfel, er enthält unter anderem viel Vitamin A, B-Vitamine, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen sowie Senföle und viele weitere gesundheitsfördernde Substanzen.

 

Wahren Ruhm bescherte dem Schnittlauch seine krebsbekämpfende Wirkung, und auch seine Wirkkraft gegen Bakterien und Viren ist erwähnenswert.

Um Schnittlauch frisch zu halten, empfiehlt es sich, ihn feucht einzuwickeln, anstatt ihn in Wasser zu stellen, da sich sonst das Aroma schnell verliert.


Er lässt sich wunderbar mit einer Schere über alle möglichen Speisen schneiden, dabei werden seine ätherischen Öle frei und entfalten den typischen Geschmack, das charakteristische Zwiebelaroma.


Schnittlauch kann im Garten leicht selbst angebaut werden, er gedeiht auch im Topf in der Küche (nicht übermäßig gießen, kein direktes Sonnenlicht, regelmäßig schneiden).